Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Inhalt:

Die Sammlung

Hans Groß bezeichnete die Sammlung als den realen Mittelpunkt des Kriminologischen Institutes. Für die Aufstellung des Museums verwendete Hans Groß eine gemischte Methode, d. h. er stellte im Ganzen 32 Gruppen von Objekten auf, welche entweder systematisch in Ausstellungsvitrinen oder aber im Magazin des Museums angeordnet waren. Mit folgender die kriminalistische Sammlung strukturierender und von Hans Groß getroffener Einteilung kann man sich einen Überblick über die im Museum vorhandenen Sammlungsgegenstände, von denen die meisten aus der Zeit Hans Groß‘ stammen, verschaffen:

 

  1. Forensische Medizin, z.B. zertrümmerte Knochen stets mit dem betreffenden Werkzeug (Projektil, Hammer etc.), präparierte Hautstücke mit Strangulationsmarken, Einschußöffnungen etc.
  2. Präparate, z.B. Blut-, Eiter-, Samenpräparate, Menschenhaare im Vergleich mit Tierhaaren etc.
  3. Giftstoffe
  4. Instrumente, mit denen eine Körperverletzung zugefügt wurde
  5. Projektile, die aufgefunden wurden, samt Beschreibung der Wirkung der verwendeten Waffe (z. B. Rundkugel, Spitzkugel, Geschoß mit Treibspiegel, Patrone mit Randzündung, mit Stift- oder Zentralzündung, Schrot etc.)
  6. Blutspuren Muster von Tüchern, Stoffen, Papieren, Tapeten, Holzarten, Steinsorten etc., die mit Ochsenblut bespritzt wurden, um zu zeigen, wie verschieden Blutspuren je nach der Unterlage aussehen können. Dazu eine Sammlung von Spuren, die von Substanzen herrühren, die Blut vortäuschen können, z. B. Rost, Kautabak, rote Tinte, gewisse Schimmelpilze etc.
  7. Blutspuren, die nach sorgfältigen Methoden von Mauern, Steinen, Holz etc, abgenommen und konserviert wurden
  8. Fußspuren in Gips, Lehm, Wachs, Zement, Brotkrumen etc. Hierher gehören auch Fotos von Fußspuren, Zeichnungen und Vermessungen derselben
  9. Papillarlinien der Finger
  10. Sonstige Spuren, z.B. Holz, von einer Kugel gestreift, Glasscheiben, von Schrotschüssen zertrümmert, Kleidungsstücke, von einer Waffe beschädigt etc.
  11. Karten, markiert oder gefälscht, falsche Würfel und sonstige Requisiten von Falschspielern
  12. Falsifikate von Urkunden, Siegeln, Stempeln, Maßen und Gewichten samt Apparaten zur Herstellung
  13. Diebswerkzeuge für Einbruch, Nachsperre, Taschendiebstahl, Wilderei etc.
  14. unechte Kunstgegenstände, Antiquitäten und derlei Fälschungen
  15. Brandlegungsapparate und derlei Werkzeug, Mittel für Sprengungen, Explosionen etc.
  16. Fotografien von Verbrechern mit möglichst genauen Angaben über deren Generalien, Vorstrafen, Eigentümlichkeiten etc.
  17. Handschriften von Verbrechern mit denselben Angaben
  18. Querulanteneingaben und sonstige gerichtliche Eingaben von Narren
  19. Chiffrenschriften, sowohl tatsächlich verwendete als auch absichtlich nach den verschiedensten Systeme zusammengestellte
  20. Lokalaufnahmen von wichtigen Tatorten
  21. Kopien von besonders guten und mustergültigen Aufnahmen im Zuge von Lokalaugenscheinen
  22. Restaurierungen von zerrissenem, aufgeweichtem, vergilbtem, verkohltem Papier samt Angaben über die dabei angewandten Methoden
  23. Waffen verschiedenster Art, lediglich als Demonstrationsobjekte
  24. Gaunersprache, Sammlung der bisher bekannten und neu bekannt werdender Ausdrücke
  25. Gaunerzinken; Verständigungszeichen der Gauner, wie sie an Wegkreuzen, Kapellen, Scheunen etc. zu finden sind
  26. Aberglauben; alle Gegenstände des Aberglaubens sind von größter Wichtigkeit, da nur durch sie in vielen Fällen Art, Grund und Motiv eines Verbrechens, sowie die Art und Weise seiner Verübung aufgeklärt, werden können
  27. Bei Zigeunern beschlagnahmte Gegenstände; z.B. Diebswerkzeuge, Apparate zum Wahrsagen etc., wie sie nur bei Zigeunern vorkommen
  28. Verstellungskünste und ihre Vorrichtungen (falsche Bärte, Arme, Bartfärbemittel etc.)
  29. Gefängniserzeugnisse zum Zwecke gegenseitiger Verständigung in den Untersuchungen, Geheimschriften und auch bei Fluchtversuchen verwendete Werkzeuge etc.
  30. Tätowierungen z. B. aufgefundener Leichen
  31. Vergleichsobjekte, die nicht direkt mit einer Strafsache zusammenhängen, sondern entweder anderweitig entstanden sind oder speziell hierfür erzeugt wurden
  32. Varia, hier nirgends eingeteilte Gegenstände

 

Kontakt

Kustos und Kurator
Museum: Heinrichstraße 18, 8010 Graz Postadresse: Universitätsplatz 3, 8010 Graz
Priv.-Doz. MMag. DDr. Christian Bachhiesl Telefon:+43 (0)316 380 - 6514
Fax:+43 (0)316 380 - 9447

Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Zusatzinformationen:


Ende dieses Seitenbereichs.